Architecture Matters ist eine internationale Konferenz zur Zukunft von Architektur und Stadt. Die Focus Session umfasst mehrere parallele Roundtables mit Impulsvorträgen und Gesprächen im kleineren Kreis. Sie bietet Raum, ein Thema zu vertiefen und sich direkt auszutauschen: Wie begegnen Sie der Krise? Wie sieht das Bauen der Zukunft für Sie aus? Was erwarten Sie bzw. wünschen Sie sich von Ihrem Gegenüber?
Für die einzelnen Focus Sessions ist die Teilnehmerzahl begrenzt, die Zuteilung erfolgt nach dem Ticketkauf. Jeder kann an einer Focus Session teilnehmen.
Focus Session 1: Radical Thinking – Wie kommen wir zu schnelleren und wirksameren Planungsverfahren?
Focus Session 2: Focus Finance
Focus Session 3: Focus KI
Focus Session 4: Hauptbahnhofsviertel – Goethestraße (Eingeladener Call for Concepts)
Focus Session 5: Female Focus
Focus Session 6: Speed-Dating

Wie kommen wir zu schnelleren und wirksameren Planungsverfahren? Welche Rahmenbedingungen brauchen innovative, experimentelle Projekte in der Architektur? Wie kommen wir vom Experiment zur gelebten Praxis? Verantwortung übernehmen – was bedeutet das konkret für die einzelnen Beteiligten? Welches Mind-Set und welche Kompetenzen brauchen wir für Führung, Projekt- und Prozessmanagement in Zeiten der Transformation?
Impulse, Q&A und Diskussion u. a. mit:
– Kristiaan Borret, Stadtbaumeister Brüssel
– Alessandro Gess, l’AUC
– Jörn Walter, Oberbaudirektor Hamburg i. R
Moderation: Jan Friedrich, Bauwelt, Anneke von Holst, Kommunikation & Konzepte für Architektur und Stadt
Wo fließt das Geld gerade hin – worin lohnt es sich zu investieren? Und welche Rolle spielt zukunftsweisendes Bauen dabei?
Ist die Entwicklung hin zur Klimaneutralität ein unumkehrbarer, langfristiger Trend – oder ist, mit Blick auf Länder wie USA, Indien und China, die fossile und erneuerbare Energien ausbauen, für die meisten Nationen ihr Wirtschaftswachstum wichtiger als CO2-Reduktion? Was bedeutet das für die Immobilienbranche – ist es noch Common Sense, in möglichst nachhaltige Immobilen zu investieren? Was bedeutet nachhaltiges, zukunftsweisendes Bauen für institutionelle Investoren? Welche Standards sind für sie entscheidend und wer legt diese fest? Was können wir uns (noch) leisten?
Impuls und Diskussion u. a. mit:
– Jürgen Michels, Chefvolkswirt und Leiter Research, BayernLB
– Christoph Zapp, PAMERA Real Estate
– Andreas Rauch, Commerz Real
Moderation:
– Matthias Alexander, FAZ
– Christian Meister, Hines und Board Architecture Matters
Der britische Architekt Cedric Price bemerkte einst: „Wenn Technologie die Antwort ist, was ist dann die Frage? Stanislas Chaillou, ist einer der Gründer des in Paris ansässigen Startups „Rayon“. Und er ist überzeugt, dass browserbasierte Entwurfswerkzeuge eine neue, die ideale Antwort für die Gestaltung der „restlichen“ 90 Prozent der Architektur sind. Für Büros, Läden, Einkaufszentren, Wohnhäuser – gewöhnliche Architektur jenseits spektakulärer Meisterwerke der Ingenieurskunst. Es geht um Geschwindigkeit statt Komplexität, einfache Möglichkeiten der Zusammenarbeit, Offenheit statt Abgeschottung.
Die Session vermittelt einen umfassenden Einblick in ein Deep Tech Startup – der unmittelbaren Anwendung und der großen Idee. Aber auch um den größeren Kontext: Wie entwickelt sich die Startup-Szene im Contech-Bereich in Europa? Was bedeutet die vielfach kritisierte Überregulierung auf europäischer Ebene? Müssen wir hierzulande größer denken?
Stanislas Chaillou ist Architekt und Machine Learning-Engineer. Er war Fulbright-Stipendiat, Arthur-Sachs-Stipendiat und Jean-Gaillard-Stipendiat an der Harvard University.
Impuls und Diskussion u. a. mit:
– Stanislas Chaillou, Rayon
Moderation:
– David Basulto, Founder ArchDaily
– Nadin Heinich, plan A
Die Neugestaltung des Münchner Hauptbahnhofs, die in den 2030er Jahren abgeschlossen sein wird, ist eines der Schlüsselprojekte der städtischen Infrastruktur. Schon heute ist München einer der Verkehrsknotenpunkte Süddeutschlands und „Pendlerhauptstadt Nummer eins“. Täglich sind hier 450.000 Menschen unterwegs. Prognosen gehen davon aus, dass sich die Zahl der Pendler, Fernreisenden und Geschäftsleute sogar noch verdoppeln wird. Damit wird sich das Viertel rund um den Hauptbahnhof in den nächsten Jahren stark wandeln, zu dem neuen zentralen Geschäftsviertel der Stadt entwickeln.
Wie gestalten wir diese Transformation? Jenseits der aktuellen Schlagzeilen – wie werden die einzelnen Straßenzüge (wieder) zu lebendigen Orten des Ankommens, Weiterreisens und zugleich zu einem Anziehungspunkt für die Menschen vor Ort? Konkret: Wie inszenieren wir die Goethestraße zu einem neuen attraktiven Raum, der nicht nur „instagrammable“ ist, sondern an dem wir uns wirklich gern aufhalten? Gesucht werden die besten Konzepte – Realisierung ab Sommer 2025!
Mit:
– FAKT, Berlin
– COMMON AGENCY, Berlin
– Baukunst Dynamites, Stuttgart-Berlin
– Die Urbanauten, Munich
– Opposite Office, Rome (Munich)
– ON/OFF, Berlin
Jury:
– Michael Bacherl, LH München
– Jennifer Becker, Thea Kulturklub
– Benoît Blaser, Vorsitzender Bezirksausschuss Stadtbezirk 2
– Filipe De Sá Pessoa, AXA Investment Managers Deutschland GmbH
– Florian Hochstätter, Baureferat LH München
– Markus Diegelmann, Accumulata
Moderation: Eva Herrmann
Focus Session 5: Female Focus.
Host & Moderation: Regula Lüscher, Die Stadtmacherin
In einer Zeit, in der weltweit wieder ein traditionelles Frauenbild propagiert wird, stärkt Female Focus das Netzwerk von Frauen in der Architektur und Immobilienbranche. Wir sind noch lange nicht fertig!
Erkennen, um verändern zu können: Gemeinsam mit Host und Moderatorin Regula Lüscher geht es in dieser Session darum, offene und verdeckte Diskriminierung über das individuelle Erleben und Reagieren hinaus systembedingt anzugehen und auf die Ebene der gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Verhältnisse anzuheben. Die Teilnehmerinnen bringen eigene Beispiele mit. In Gruppen werden wir anhand individuell erlebter Situationen, die als diskriminierend empfunden wurden, gemeinsam systemische oder institutionelle Fragestellungen identifizieren und konkrete Veränderungsvorschläge entwickeln. „The less discrimination, the better.“
Regula Lüscher war von 2007 bis 2021 Senatsbaudirektorin von Berlin. Seit 2022 begleitet sie als „Die Stadtmacherin“ komplexe Stadtentwicklungs- und Architekturprojekte, ist Jurypräsidentin zahlreicher Preisgerichte, Honorarprofessorin und engagiert sich als Mentorin.
Ein zentrales Anliegen von Architecture Matters ist die stärkere Vernetzung von Architektur und Immobilienbranche – der Dialog auf Augenhöhe. Unsere Speed-Datings bringen die interessantesten (jungen) Architekten und potentielle Auftraggeber in direkten Kontakt. Frische, zeitgenössische Ideen mischen tradierte Planungen auf und eröffnen neue Potentiale.
Moderation: Eva Maria Herrmann